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Im Selfkant: Zwischen Tüddern & Süsterseel

Orkantief „Sabine“ kündigt sich an. Bevor es aber über die hiesige Landschaft hinwegbraust, beschließe ich, meine nächste Fototour im Wald zwischen Tüddern und Süsterseel zu unternehmen. Dort liegen drei schöne kleine Seen, die nach Absandungen entstanden sind. Sie werden gerne von Anglern genutzt und von Wanderern besucht. Ein größerer Baggersee, der erst vorletztes Jahr aus einer Kiesgrube geboren wurde, ist auf der gegenüberliegenden Seite zu finden, denn der Wald wird durch eine Landstraße geteilt. Diverse Wasservögel haben dieses neu geschaffene Gewässer-Paradies angenommen und genießen es in vollen Zügen. Das Licht ist etwas bedeckt, die Sonne lässt an diesem Morgen auf sich warten.

Ein neuer Baggersee

Bevor ich zu den Teichen gehe, nutze ich die Waldwege und schaue mich ein wenig um. Einige Birken, Eichen und neu gepflanzte Buchen mischen sich unter den hier vorwiegend anzutreffenden hochwachsenden Kiefern. Ein Stamm dieser Nadelbäume hat sich während seines Wuchses buchstäblich verdreht.

Verdreht

Liegengelassene, umgeknickte und umgestürzte Bäume sorgen für einen urwüchsig anmutenden Wald. Abgebrochene Stämme werden gerne von Baumpilzen bevölkert.
Bei näherer Betrachtung bleibt mein Blick auf einem Birkenstamm hängen, der von den Ästen einer Eiche quasi eingekeilt wird. Hierzu kommt mir spontan das Spiel „Schnick-Schnack-Schnuck“ in den Sinn. Nach dem Motto: „Schere schneidet Papier“, hat es hier den Anschein, als ob die Eiche den Birkenstamm mit ihren hölzernen Armen, Riesenscheren ähnelnd, augenblicklich absägen wird.

Umgekippte & liegengelassene Bäume

Ein „Glänzender Lackporling“

Eiche und Birke „vereint“

Eine wunderschöne, hochgewachsene Kiefer

Ich nutze einen kleinen verwunschenen Waldtrampelpfad, der mich zum Baggersee führt. Dieser liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Hier beobachte ich einen Kormoran, der gerade Gefiederpflege betreibt und sehr viel Freude daran zu haben scheint.

Kormoran im Glück

Nun kehre ich auf die andere Seite zurück und widme mich den kleineren Seen … Diese liegen in Absandungsmulden. Auf der oberen Kante werden die stillen Gewässer von Bäumen umrahmt, die durch ihr Wurzelwerk den sandigen Boden vor dem Abrutschen schützen. Manche Wurzeln sind durch die Verwitterung freigelegt und zeigen ihr knorriges Gesicht.

Der erste Teich liegt bei Tüddern

Der zweite Teich, relativ mittig gelegen, nahe der Landstraße zwischen Tüddern & Süsterseel

Als ich den letzten See besuche, wird das Tageslicht heller. Die Sonnenstrahlen kämpfen sich durch das gräuliche Gewölk. Schöne Spiegelungen entstehen im Wasser und erzeugen eine besonders magisch anmutende Kulisse. Stille herrscht in diesem besonderen Augenblick … die Seele tankt auf!

Der dritte Teich, nahe dem zweiten Teich, jedoch etwas tiefer im Wald gelegen

Froh und dankbar für diese Natur-Kostbarkeit kehre ich nach Hause zurück …

(Info: Mehr Bilder auf https: www.naturfotografie-fiorone.de, Fototouren Februar)

von Emanuela Fiorone
www.naturfotografie-fiorone.de
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